Tagebuch zu Online-Phase im Coronamodus: Woche 2

Der Vorteil des frühen Semesterstarts zum 1. März in den Studiengängen Informationsmanagement und Informationsmanagement – berufsbegleitend zeigt sich aktuell in der erfolgreich auf online umgestellten Lehre. Die meisten Lehrveranstaltungen konnten mindestens einmalig an der Hochschule stattfinden, der Einstieg in die Lehrinhalte in Präsenzunterricht erfolgen. Das mag ein enormer Vorteil bei der dann anschließenden Umstellung auf Onlinelehre sein.

Vielfach ist diese Umstellung auch erfolgreich angelaufen. Unsicherheiten und berechtigte Fragen seitens der Studierenden konnten in virtuellen Seminaren über unterschiedliche Kanäle soweit möglich ausgeräumt und beantwortet werden. Aktuell werden viele Seminare synchron in virtuellen Sitzungen angeboten, auch auf vielfachen Wunsch der Lernenden. Aktuell fokussieren wir uns auf die Tools BigBlueButton und Zoom. Slack findet in der Steuerung von Studierendenprojekten erfolgreich Anwendung.

Ja, diese Form der Lehre ist anspruchsvoll und anstrengend, für Studierende und Lehrende. Home-Office erspart den Weg zur Hochschule, erfordert aber Disziplin und Initiative der Lernenden. Eltern, Studierende und Kinder im Home-Office stellen alle Seiten vor Herausforderungen. Übungsaufgaben erarbeiten die Studierenden aktuell in Einzelarbeit, müssen sich also eigenständig mit den Lerninhalten auseinandersetzen, Lösungen pünktlich einreichen. Das mag als höhere Belastung empfunden werden. Gruppenarbeiten erfordern einen hohen Koordinationsaufwand, Zuverlässigkeit und zielgerichtete Kommunikation. Auch das beansprucht Zeit. Diese Erfahrung haben die berufsbegleitend Studierenden bereits in vorausgegangen Semestern erfahren, der Umstieg ist für diese Gruppe nicht ganz so spürbar, die Präsenzzeiten für den unkomplizierten Austausch fehlen aber auch in dieser Studiengruppe.

Welche Tools sich bewähren, welche didaktischen Prinzipien umsetzbar und erfolgreich sein werden, bleibt in den nächsten Wochen zu beobachten. Wünschenswert zu diesem Zeitpunkt ist die regelmäßige und kommunikative Teilnahme der Studierenden am Lernangebot. Derzeit entwickelte Kompetenzen in dieser Hinsicht werden sicherlich für den weiteren Studienablauf aber auch perspektivisch im Berufsalltag vorteilhaft sein.

Mit H5P digitale Lerneinheiten interaktiv gestalten

Studierende haben eine Präsenzveranstaltung verpasst, sie müssen eine Prüfung wiederholen oder Lerninhalt vor- und nachbereiten. Hierfür stehen in vielen Fällen Lernressourcen als Open Educational Resources (OER) zur Verfügung. Diese, oder mit Camtasia erstellen Mikrolerneinheiten, können mit Quizelementen, weiterführenden Informationen ergänzt werden. H5P als WordPressplugin bietet hierfür zahlreiche Funktionen an. Einige davon wurden von Lehrenden der Studiengänge „Informationsmanagement“ und „Informationsmanagement-berufsbegleitend“ getestet. Augenblicklich ist für diese Anreicherung von digitalen Lernressourcen noch eine WordPress-Installation notwendig, zukünftig ist die Integration in Moodle geplant.

Ähnlich wie bei der Erstellung von Mikrolerneinheiten mit Camtasia (s. vorhergehender Workshop) müssen Lernanlässe detaillierter geplant werden, als das für gewöhnlich in Präsenzveranstaltungen notwendig ist. Fragen und Hürden der Lernenden müssen in digitalen Lerneinheiten vorausgedacht werden. Diese didaktischen Überlegungen stellen die eigentliche Herausforderung in der Umsetzung dar. Die technische Realisierung ist dann zwar auch eine Frage der Übung und Erfahrung, lässt sich aber in überschaubarer Zeit erarbeiten bzw. von erfahrenen Anwendern umsetzen.

Nach der Theorie folgt die Praxis: Selbstgesteuerte Lerneinheiten mit Camtasia erstellen, Lernsequenzen auf OER-Basis recherchieren und mit H5P anreichern. Das Projektteam „Komm Se digital lernen“ freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Lehrenden und auf die technische und inhaltliche Unterstützung durch studentische Hilfskräfte.

Studentische Hilfskräfte für WebLab und QpLuS-IM gesucht

Wir suchen Sie als Verstärkung für das WebLab und unser QpLuS-IM-Projekt!

  • Haben Sie Interesse an digitalem Lernen und Arbeiten?
  • Haben Sie zwischen 25 und 45 Stunden pro Monat Zeit für eine Tätigkeit als studentische Hilfskraft neben Ihrem Studium?
  • Haben Sie Interesse daran, Ihre Fähigkeiten informationswissenschaftlich, technisch und/oder didaktisch weiter auszubauen?
  • Möchten Sie selbständig und eigenverantwortlich in einem Team arbeiten?

Dann freuen wir uns auf Ihre Kurzbewerbung per Email.

Als Unterstützung des WebLabs suchen wir studentische Hilfskräfte für unterschiedliche Aufgaben wie z.B.:

  • Erstellung von Online-Inhalten und interaktiven Angeboten im Web wie z.B. WordPress-Beiträgen, Screencasts oder interaktiven Videos
  • Unterstützung von Studierenden als Tutor*innen bei Lehrveranstaltungen
  • Recherche und Dokumentation zu Projektthemen
  • Unterstützung von Studierenden bei technischen Problemen im Umgang mit digitalen Formaten wie z.B. E-Portfolios oder Lernangeboten in Moodle
  • Unterstützung von Lehrenden beim Einsatz von digitalen Formaten wie Lehrfilmen oder der Integration von E-Portfolios.

Tutorials erstellen und selbstgesteuertes Lernen ermöglichen: Workshop für Lehrende

Präsenzzeit ist für berufsbegleitend Studierende wertvoll, Vor- und Nachbereitung von Lerninhalten eine Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium. Aber auch regulär Studierende profitieren von kurzen digitalen Lernsequenzen zur niedrigschwelligen Wiederholung von Lehrinhalten.

Soweit besteht Konsens. Die Gestaltung solcher Lerninhalte ist dann nicht mehr so trivial und erfordert einige didaktische Vorüberlegungen und wohlüberlegtes Einsetzen von Technik, wie sich in einem Workshop für Lehrende der Studiengänge „Informationsmanagement“ und „Informationsmanagement – berufsbegleitend“ herausgestellt hat. Studierende wünschen sich digitale Lerneinheiten, zur Vertiefung, zur Wiederholung, zur Orientierung. Gleichzeitig sollen diese Lerneinheiten aber auch eine gewisse Qualität in der Aufbereitung aufweisen, und darin liegt dann bereits eine weitere Herausforderung in der Erstellung.

Mit Camtasia liegt eine eingeführte Software zur Erstellung von Lehr-/Lernfilme vor. Die Teilnehmer*innen des Workshops haben dann aber auch sehr schnell die Fallstricke bei der Erstellung von Mikrolerneinheiten erkannt: Informationen müssen sehr konzentriert vermittelt werden, es gilt, genau ein Lernziel herauszuarbeiten und zu vermitteln, um einerseits den Lerninhalt kurz zu halten und damit der Aufmerksamkeitsspanne der Lernenden gerecht zu werden, andererseits aber auch eine Überarbeitung der Lerneinheit zu ermöglichen. Die nachträgliche Änderung durch Schnitt und ein Einfügen von neueren Informationen ist meist aufwendiger als ein neuer (kurzer) Film.

Ja, wir werden mit Camtasia kurze Lerneinheiten erstellen und in einem weiteren Workshop mit H5P interaktiv gestalten. Es bleibt also aktiv und selbstgesteuert, bei Lernenden und Lehrenden.

H5P zum Ausprobieren!

H5P ist ein Tool mit dem auf interaktive Weise digitale Lernszenarien erstellt werden können und natürlich auch interaktiv gelernt werden kann. Probieren Sie die Demo doch einfach mal aus, um zu sehen, was sich so mit H5P anstellen lässt . Weitere H5P-Demos folgen in der nächsten Zeit. Und nun viel Spaß beim ausprobieren!

Navigation der Folien: Untere Leiste (Auf die jeweiligen Schaubilder klicken!)

Mediendidaktik für Informationsmanagement

QpLuS IM Hochschule Hannover

Hallo zusammen!

Mein Name ist Gerrit Wucherpfennig und ich bin seit Montag hier an der Fakultät III der Hochschule Hannover neuer wissenschaftlicher Mitarbeiter für den Bereich Mediendidaktik für den Studiengang Informationsmanagement. Für das von Prof. Dr. Monika Steinberg und Dr. Anke Wittich initiierte Projekt “Kompetenzentwicklung möglich machen durch selbstgesteuertes Lernen in digitalen Lernszenarien – Komm’ Se digital lernen” wird es unter anderem meine Aufgabe sein, interaktive Lernszenarien mit Hilfe entsprechender Software (wie z.B. H5P) für die unterschiedlichen Lehrveranstaltungen des Studiengangs Informationsmanagement zu konzipieren, auszuprobieren und zu evaluieren.

Ziel ist, ein möglichst benutzerfreundliches, übersichtliches und aufgeräumtes, aber auch innovatives und didaktisch sinnvolles Selbstlernszenario zu entwicklen. Im Besonderen soll dabei auch der Spaß am Lernen und vor allem die Nachhaltigkeit im Fokus stehen.

Wer mich bei der Entwicklung solcher digitalen und innovativen Lerninhalte unterstützen möchte, kann sich gerne bei mir melden. Wir suchen weiterhin studentische Hilfskräfte.

Vielleicht gibt es ja bereits inhaltliche Bereiche in den einzelnen Lehrveranstaltungen, die Sie gerne mit Hilfe digitaler Selbstlernszenarien innovativ aufarbeiten möchten? Dann kommen Sie zu mir. Denn das gemeinschaftliche Erarbeiten eines sinnvollen didaktischen Konzepts und die nachfolgende medientechnische Umsetzung, beispielsweise für ein interaktives Lernvideo, ist mit viel kreativer Arbeit, Teamwork und Spaß verbunden. Und auch der Umgang mit einer Software wie H5P, bietet Einblicke in viele neue Ideen und Möglichkeiten.

Ich freue mich auf eine mögliche Zusammenarbeit mit Ihnen!

Mein Büro: 2E 3.53. / Meine E-Mail: gerrit.wucherpfennig@hs-hannover.de

Gerrit Wucherpfennig

Mehr Kompetenz durch selbstgesteuertes digitales Lernen

Selbstgesteuertes digitales Lenen QpLuS-IM HsH

Angehende Informationsmanager werden im Studiengang Informationsmanagement in den Kompetenzfeldern Web Information Management, Data Science, Medienwissen, Knowledge Services, Informationsdidaktik oder Bibliothek ausgebildet. Sie werden Experten in den Bereichen Informationssuche, Aufbereitung und Auswertung.
(Weitere Informationen zu Inhalten und Struktur des Studiengangs Informationsmanagement an der HsH finden Sie unter https://im.f3.hs-hannover.de/studium/.)

Im Rahmen des QpLuS-IM-Projekts werden die Studierenden bei ihrer Kompetenzentwicklung durch selbstgesteuertes Lernen in digitalen Lernszenarien unterstützt.

Ziele
Die Zielgruppe unserer Studierenden ist teils sehr heterogen. Daher ist ein Ziel von QpLus-IM unterschiedlichen Zielgruppen von Studierenden möglichst  individuelle und flexible Lernumgebungen zu bieten um sie so bestmöglich auf die sich im Zuge de Digitalisierung ständig verändernde berufliche Praxis vorzubereiten. Die Erfahrungen mit Absolvent*innen der beiden Studiengänge Informationsmanagement und Informationsmanagement berufsbegleitend, sowie Studien und Diskussionen der Lehrenden haben verdeutlicht, dass selbstgesteuertes digitales Lernen eine wesentliche Kompetenz von Informationsmanager*innen ist. Daher wird QpLuS-IM das selbstgesteuerte Lernen insbesondere über virtuelle Lernangebote und tutorielle Unterstützung stärken.

Maßnahmen 
1. Fokussierung auf ein klares Kompetenzprofil im Studiengang hin zur Querschnittskompetenz selbstgesteuertes digitales Lernen
2. Inverted-Classroom: Entwicklung eines Lernarrangements als angeleitetes Selbststudium durch Lehrende
3. WebLab: Weiterentwicklung einer Lernumgebung mit Selbstlernmaterialien als angeleitetes Selbststudium mit tutorieller Begleitung
4. Veröffentlichung der von Studierenden erstellten Artefakte z. B. als E-Portfolio zur Reflexion des Lernprozesses.